Fettarme Diäten verursachen Herzerkrankungen

Zu meinen, eine fettarme Diät sei gesund und beuge Krankheiten vor – das ist das vielleicht größte Missverständnis unserer Tage. Und das mit schlimmen Folgen, nämlich der wahren Epidemie von hohen Cholesterinwerten, Fettleibigkeit, Herzerkrankungen und vorzeitigem Tod. Nun hat Dr. Dwight Lundell, ein ehemaliger Herzchirurg mit 25-jähriger Berufserfahrung, in einem jüngst veröffentlichten Bericht zugegeben, dass fettarme Diäten der Gesundheit schaden. Er erklärt, warum der Verzehr von Fetten in einem ausgewogenen Verhältnis ganz entscheidend dafür ist, den Körper vor krankheitsverursachenden entzündlichen Prozessen zu schützen. Die fettarme Diät geht auf Studien aus den frühen 1940er Jahren zurück, bei denen Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen hohen Cholesterinwerten und einer, wie sie schrieben,


»fettreichen« Ernährung beobachteten. Seitdem, also schon jahrzehntelang, hält sich wie in Stein gemeißelt die Ansicht, fettarme Diäten seien gesund für das Herz und erlaubten es, das Gewicht stabil zu halten. Ernsthafte Untersuchungen oder Widerspruch gibt es kaum.

Doch nun erweist sich schmerzlich, dass Millionen von Amerikanern völlig überflüssig unter gesundheitlichen Beschwerden durch die fettarmen Diäten leiden, die ihnen doch angeblich helfen sollen, schlank und gesund zu bleiben. Und in dem Maße, wie neue Studien auftauchen, aus denen hervorgeht, dass Lebensmittel wie beispielsweise gesättigte Fettsäuren, die jahrelang als ungesund und krankmachend verteufelt wurden, in Wirklichkeit sehr gesund sind, ändert sich das Denken allmählich.

Da der Mythos über fettarme Ernährung in der Mainstreamkultur aber so lange beibehalten wurde, vollzieht sich diese Änderung ziemlich langsam, zumal viele Mediziner nur zögernd eingestehen, jahrelang schlechter Wissenschaft auf den Leim gegangen zu sein. Dr. Lundell ist einer der wenigen bescheidenen Ärzte, die jetzt offen die Wahrheit über die Gefahren fettarmer Diäten sagen.

Industriell verarbeitete Zucker und Getreide sowie Öle mit hohem Omega-6-Gehalt wie Soja- und Maisöl sind für verbreitete Krankheiten verantwortlich

Leider sind ausgerechnet viele der Lebensmittel, die von den Gesundheitsbehörden als gesund und vorteilhaft für das Gewicht empfohlen werden, für Erkrankungen und Fettleibigkeit verantwortlich. Öle wie Soja-, Mais- und Sonnenblumenöl, die in den meisten Fertiggerichten und im Fast Food verwendet werden, enthalten reichlich Omega-6- und kaum Omega-3- Fettsäuren. Dieses Ungleichgewicht schädigt die Arterienwände und ruft die chronische Entzündung hervor, die zu hohen Cholesterinwerten führt.

»Wer sind die schlimmsten Übeltäter bei einer chronischen Entzündung?« fragt Dr. Lundell in seinem Bericht. »Ganz einfach: Es sind das Übermaß an einfachen, hochgradig verarbeiteten Kohlenhydraten (Zucker, Mehl und alle daraus hergestellten Produkte) und der zu hohe Verzehr von Omega-6-Pflanzenölen wie Soja-, Mais- und Sonnenblumenöl, die sich in vielen Fertiggerichten finden.«

Sie sehen also: Nicht das Cholesterin ist hier der Feind – tatsächlich braucht Ihr Körper Cholesterin, um richtig arbeiten zu können. Es ist vielmehr die Entzündung der Arterienwände, die durch fettarme Diäten mit viel Omega-6 hervorgerufen wird, denn dieses geschädigte Gewebe sammelt Cholesterin und verursacht die Blockaden, die zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen.

»Einfach gesagt heißt das: Ohne eine Entzündung im Körper würde sich das Cholesterin niemals in der Wand des Blutgefäßes sammeln und Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen«, fügt Dr. Lundell noch hinzu. »Ohne Entzündung würde das Cholesterin, wie von der Natur vorgesehen, frei im Körper zirkulieren. Die Entzündung führt dazu, dass es eingeschlossen wird.«

Wie kommt das Cholesterin ins Blut?




90 Pro­zent des wachs­ar­ti­gen Stoffs stellt der Mensch selbst her – vor allem in der Leber. Von dort ge­langt er in die Blut­bahn. Etwa ein bis zwei Gramm sind es pro Tag. Aus der Nah­rung stammt da­ge­gen nur ma­xi­mal ein hal­bes Gramm. Cho­les­te­rin, auch Cho­les­te­rol ge­nannt, kommt in allen tie­ri­schen – und mensch­li­chen – Zel­len vor.

Che­misch be­trach­tet ge­hört es zu den Fet­ten. Der Name lei­tet sich ab von „chole“ (griech.: Galle) und „ste­re­os“ (griech.: fest); schon im 18. Jahr­hun­dert wurde die Sub­stanz in Gal­len­stei­nen ge­fun­den. Cho­les­te­rin ist als Bau­stoff für Hor­mo­ne einer der wich­tigs­ten Stof­fe im tie­ri­schen und mensch­li­chen Or­ga­nis­mus.

Mögen Sie Pfirsiche?

PfirsichDer Pfirsich wurde von Alexander dem Großen auf seinen Eroberungszügen in Persien entdeckt und "persische Pflaume" getauft ("prunus persicum"). Daraus entwickelte sich das Wort "Pfirsich". Tatsächlich aber stammt der Pfirsich aus China und wird dort schon seit mehr als 4000 Jahren konsumiert. Die Chinesen stellen aus seinem Fruchtfleisch eine Massagecreme her. Die europäische Ausbreitung begann von Griechenland im ganzen Mittelmeergebiet.

Arabische Ärzte glaubten jedoch zu Zeiten Mohammeds, dass Pfirsiche Magenfäule verursachen. Daher verbannten sie die Frucht. Und weil ihr Ruf auch in unseren Breiten sehr gut war, wurden auch im westeuropäischen Mittelalter kaum noch Pfirsiche angebaut. Erst im 13. Jahrhundert begann man wieder mit der Kultivierung, nachdem Ärzte aus Salerno Entwarnung gaben.

Die typischerweise hierzulande angebotenen Pfirsiche haben ein gelbes Fruchtfleisch, weil dies für den Verbraucher optisch besser aussieht. Weißfleischige Pfirsiche schmecken aber in der Regel noch viel besser. Leider aber sind sie nicht ganz so robust und daher aus den Erzeugerländern nicht so leicht zu transportieren. Die Farbe des Fruchtfleischs gibt über den Reifegrad keinen Aufschluss. Aber Sie können die Reife am Duft erkennen. Außerdem sollte das Fruchtfleisch einem leichten Druck etwas nachgeben.

Pfirsiche stecken voller Vitamine A, B1 und B2 und liefern zusätzlich die Mineralstoffe Phosphor und Kalium. Sie sind harntreibend und entschlackend.

Kommt das perfekte Schnitzel aus dem Labor?

Fleischgenuss ohne Reue Labor SchnitzelErinnert sich noch jemand an Dolly, das erste geklonte Schaf der Welt? Dolly war 1993 wahrscheinlich die Vorläuferin des ersten „Kunstfleischs“ der Welt. Heute, knapp 20 Jahre später steht die In-Vitro-Fleischforschung kurz vor ihrem Durchbruch. In den Biolaboren der Welt wird gemendelt, was die Zellen hergeben.


Läuft es mit der Laborzüchtung von Kunstfleisch erfolgreich weiter, könnte der Berufszweig der Metzger schon bald eine aussterbende Spezies sein. Dann könnten auch Vegetarier Fleisch essen, weil kein Lebewesen für Fleisch aus der Petrischale leiden oder sterben muss.

Die Kunstfleisch-Herstellung kann man sich im Groben so vorstellen. Eine zuvor extrahierte Muskelzelle eines Tieres wird in einer perfekt temperierten Nährstofflösung angesetzt und so lange mit weiteren Nährstoffen gefüttert, bis sich die Zellen und neues Muskelgewebe entstanden ist. Damit dieses Gewebe auch eine ähnlich feste Konsistenz wie Muskelfleisch hat und nicht nur einfach Zellgeglibber ist, wird es ständig leicht geschüttelt und damit „trainiert“ – ähnlich wie beim Fitnessgerät Powerplate. In Europa ist die technische Universität im niederländischen Eindhoven bei dieser Art von Gewebezucht führend, im Rest der Welt gilt der Biochemiker Vladimir Mironov als Vordenker der menschlichen und tierischen Kunstfleisch-Herstellung. Seine Forschungen wurden zeitweise sogar von der Tierschutzorganisation PETA finanziell unterstützt.

Hirnblutungen durch Cholesterinsenker?

Hirnblutungen durch Cholesterinsenker? - © lunaundmo - Fotolia.com 
Sie werden zum Schutz gegen Herzinfarkt und Schlaganfall eingesetzt: Cholesterinsenker.
Jetzt warnt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) angesichts einer Studie vor diesen Medikamenten. Demnach können sie bei Patienten, die schon einmal eine Hirnblutung erlitten haben, das Risiko für weitere Hirnblutungen erhöhen. 

Wie unterscheiden sich eigentlich Gambas von Garnelen, Shrimps, Crevetten, Scampi oder Prawns?

Gambas Prawns Garnelen Shrimps Crevetten
Die Lösung ist gar nicht so schwer: Gambas gehören zur Gattung der Zehnfußkrebse, deren Körper am hinteren Ende stark ausgeprägt ist.
Bis auf „Scampi“ sind alle anderen Begriffe Synonyme für diese Artengruppe. Scampi hingegen – eher hummerartig – lassen sich vor allem am stärkeren Vorderkörper und an den ausgeprägten Scheren erkennen.

Crashdiäten

Diät Crashdiät
Je schneller der Diäterfolg, desto kürzer hält er an

Sieben Pfund in sieben Tagen dank Nulldiät, mehrere Kilo in einer Woche durch die magische Kohlsuppe: Glaubt man den Werbeversprechen, gibt es Wunderdiäten, und Übergewicht müsste längst der Vergangenheit angehören. Die meisten wissen natürlich, dass nur langfristige Ernährungsumstellung dauerhaft helfen kann. Doch verlieren viele die Geduld, wenn die Waage nur langsam Besserung zeigt. Kein Wunder, dass Crashdiäten reizvoller erscheinen als ein zäher, langwieriger Kampf gegen die Kilos.

Tückisch dabei ist: Tatsächlich verschwinden mit einer Radikalkur zunächst einige Pfunde. Dabei handelt es sich um ein wenig Fett, vor allem aber um viel Wasser. Und damit ist der Erfolg nichts als Augenwischerei, denn echter Gewichtsverlust bedeutet Fettabbau. „Crashdiäten lösen das eigentliche Problem nicht, denn die Essgewohnheiten, durch die das Übergewicht entstanden ist, bleiben bestehen“, sagt Volker Schusdziarra, stellvertretender Direktor der Klinik für Ernährungsmedizin des Klinikums Rechts der Isar in München.

Fruchtzucker macht schneller dick

Frisch gepresster Orangensaft enthält viel Fruchtzucker.

Frisch gepresster Orangensaft enthält viel Fruchtzucker. Gesundheitsbewusste Menschen greifen gern zu frisch gepressten Obstsäften. Die sind reich an Vitaminen und schmecken lecker. Für die schlanke Linie können Säfte aus natürlichen Früchten jedoch schnell zur Kalorienfalle werden. Eine Studie an der Universität von Florida in Gainsville (USA) zeigt sogar, dass Fruchtzucker (Fruktose) bei gleicher Menge schneller dick macht als normaler Industriezucker. Fruktose ist ein natürliches, süß schmeckendes Kohlenhydrat. Er kommt in allen Früchten und in Honig vor. Und trotzdem hat unser Körper mit diesem Biozucker ein Problem: Da wir ihn nicht richtig aufnehmen können, wird er in der Leber in Form von Fett gespeichert. Ein weiterer Nachteil ist, dass Fruktose kein Sättigungsgefühl auslöst. 

Quelle: Focus.de